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Weingut Bickel-Stumpf - Silvaner auf Grand Cru Niveau

Bipolar – das prägt die Menschen und die Weine im Weingut Bickel-Stumpf. Zwei Geschwister die sich die Führung des VDP Weingutes teilen, zwei verschiedene Weinbergslagen, weit auseinandergelegen, zwei verschiedene Böden, aber ein gemeinsames Ziel - die besten Silvaner zu machen.


Leo Quarda, Journalist aus Wien
Unsere Story

Familiensache

Weingut Bickel-Stumpf Person schneidet mit Schere Trauebn von Rebe
Weingut Bickel-Stumpf Hände mit Erde gefüllt

Waren früher „Bickel-Lagen“ die teureren, so sind es, auch dem Klimawandel geschuldet, heute die Thüngersheimer Lagen, auch „Papas Weinberge“ genannt, die für mineralischere, kühlere Weine sorgen. So treibt man sich in der eigenen Familie gegenseitig seit über 40 Jahren an, was dazu führt, dass die Bickel-Stumpf Silvaner heute zu den besten im Frankenland zählen.

Matthias, auch Matze genannt, prägt den Weinstil mit viel Understatement, wenig vordergründiger Frucht und jeder Menge Spannung. Melanie, auch Melie genannt, kam 2012 zurück aufs Weingut. Mit dem Antrieb „Weine zu machen, die uns und andere bewegen“. Dazu gehört als absoluter Grundsatz von Bickel-Stumpf das es ausschließlich Weine aus eigenen Weinbergen gibt. „Wir sind Weinbauern im besten Sinne“, wird Matze oft zitiert. Es gibt weder einen Zukauf von Trauben, noch von Most oder gar Wein.

Die Liebe der Eltern hat diese spannungsgeladene Konstellation geschaffen: Es war Reimund Stumpf, der sich 1971 in Thüngersheim in seinen schwarzen VW Käfer setze und sich auf den Weg zu Carmen Bickel nach Frickenhausen machte, um sie zu besuchen.

Leo Quarda
Die Winzer

Melie und Matze Bickel-Stumpf

Weingut Bickel-Stumpf Winzer Matthias Bickel-Stumpf
Weingut Bickel-Stumpf Winzer Melanie Bickel-Stumpf

Fünf Jahre später wurde geheiratet und man entschloss sich, nicht nur privat, sondern auch beruflich zu „fusionieren“. Es ist die Fusion zweier überragender fränkischer Terroirs. In Frickenhausen, auch „Mamas Terroir“ genannt, dominiert der Muschelkalk, in Thüngersheim Buntsandstein. Auf den Frickenhäuser Muschelkalkböden stehen bereits seit 1100 Jahren Weinreben, die Weine die von dort kommen sind bekannt für ihren zarten Schmelz, und eine feine Salzigkeit mal mehr, mal weniger, aber immer fein cremig. Die Weine von den Thüngersheimer Buntsandsteinböden glänzen hingegen mit frischer Mineralität und zeichnen sich durch eine konsequente „Geradlinigkeit“ aus.

Mit der Generation von Melie und Matze ist der konkurrierende Ansatz nun aufgelöst, der Silvaner versammelt hinter sich bei allen den Wunsch nach dem besten Ausdruck des Weines ohne zu fragen welche Lage besser ist! „Mit Hilfe des Silvaners die uns vererbten Terroirs zu interpretieren, das empfinden wir als wunderschöne Aufgabe, aber auch als Verpflichtung unserer Generation“, meinen beide Geschwister einstimmig.

Weingut Bickel-Stumpf Winzer Familie

Zwei Generationen, zwei Lagen, zwei Böden ein Ziel - Carmen, Melanie, Reimund und Matthias lieben ihre Herkunft. Für die vier Winzer ist der respektvolle Umgang mit den kostbaren Ressourcen der Natur deshalb selbstverständlich – und bedarf keines Bio-Labels. Sie arbeiten “langsam“, sind Mitglieder des Vereins “Slow Food“ und setzen sich für eine Landwirtschaft ein, die auf Umwelt, biologische Vielfalt und kulturelle Identität Rücksicht nimmt. Ein wichtiger Teil davon ist die Handarbeit im Weinberg: nachhaltig, detailverliebt und mit viel Respekt vor der handwerklichen Tradition ihrer Region pflegen sie liebevoll ihre Rebanlagen, lesen ihre reifen Beeren händisch, selektieren akribisch bei der Lese und bearbeiten teilweise sogar den Boden von Hand – vor allem in den Ersten und Großen Lagen. All dies – und die anschließende schonende Vinifikation im fränkischen Holzfass – ist das Geheimnis der Bickel-Stumpfschen Weine. So ringen sie heute diesen Böden das Beste ab. An zwei Orten: im Maindreieck in Thüngersheim und in Frickenhausen.

Leo Quarda, Journalist aus Wien

Kernkompetenzweine

Weingut Bickel-Stumpf Weinflasche Silvaner Johannisberg Erste Lage

Silvaner Johannisberg Erste Lage

Auf skelettreichem Kalkmergelboden stehen am Thüngersheimer Johannisberg die Rebstöcke, die diesem Silvaner seinen Charakter verleihen. Das beginnt schon beim Bukett, das sich einem mit Aromen von Quitten und Äpfeln sowie von Feuerstein und Pfirsich in der Nase vorstellt. Reifer gelber Apfel komplettiert den eleganten Duft.

"Mama mia" möchte man am liebsten rausposaunen, ob dieser geballten Ladung Frucht und Mineralik. Er knistert, es knackt, es prickelt förmlich auf der Zunge und am Gaumen. Feuerstein meets Apfelschale, Pfirsich trifft auf gelben Rauch. Eine wahres Feuerwerk wird hier gezündet, kaum dass sich dieser Tropfen im Mund zurecht gefunden hat. Knackig, hoch im Puls, lebhaft, man möchte sagen fein moussierend ... so steht der Silvaner auf der Zunge und treibt sein freches Spiel mit ihr. Am Gaumen  rieselt er, auf der Zunge prickelt er, im ganzen Mundraum  herrscht kindlich verspielter Zirkus. Straff und, trotz aller Frucht, auch richtig erdig, rattert der Johannisberg durchs Zentrum und sorgt für einen Abgang den man lange nicht vergisst. Was für ein Silvaner, welch unbändiger Trinkspaß, welch rasanter Trinkfluss. Ein echter Tempobolzer der nur eines kennt; mit Vollgas durch die Mitte. Bremsen tun nur Amateure.

 

Weingut Bickel-Stumpf Weinflasche Silvaner Kapellenberg Erste Lage

Silvaner Kapellenberg Erste Lage

Auf der alten Frickenhäuser Muschelkalklage Kapellenberg wachsen die Trauben für diesen Silvaner heran. Erste Lage, versteht sich wohl von selbst. Im Duft bereits die reinste Offenbarung. Nuss und Birne, Pfeffer, Erde und ein paar gelbe Früchte oben drauf. Zarte Opulenz, die sich von ihrer feinsten Seite zeigt. Ein Duft zum Reinsetzen.

Lustig aber wird es, wenn der gute Tropfen in der Geschmackszentrale ankommt. Frech fruchtig, zart nussig, mit verspielter Säure und einem Unterbau, der saftig, rund und cremig ist. Fast möchte man meinen, dass man so etwas wie Kohlensäure spürt, so leise knistert der Silvaner auf der Zunge. Was für ein Schauspiel, was für ein Spaß! Gelbe Würze füllt den Mundraum aus, eine Opulenz zeigt sich, die im Grunde keine ist. Nur Extrakt, eingepackt in einem schlanken Körper. Am Gaumen feinster Gerbstoff der für subtile Haftung sorgt. Frische Kräuter tummeln sich im Hintergrund, weißer Pfeffer zieht vorbei und am Ende verliert man sich in einem cremig-süßschmelzigem Abgang der am liebsten niemals enden möge. Der Tropfen ist mehr als ein Charmeur, er ist ein Verführer, dem sich zu widersetzen ein im Grunde sinnloses Unterfangen ist. Ein Wein für alle die´s gern rund und g´sund und sexy mögen. Ein Silvaner dem man einfach lieben muss.

  • Weingut Bickel Stumpf
  • Kirchgasse 5
  • 97252 Frickenhausen

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